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Tschetschenien

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Tschetschenien Artikel

Tschetschenien
Tschetschenien Beschreibung
Tschetschenien Beschreibung
Flagge von Tschtschenien
Tschetschenien Beschreibung
Tschetschenien Beschreibung
Lage in Russische Förderation
Staat: Russland
Föderationskreis: Nordkaukasus
Fläche: 15.700 km²
Einwohner: 1.160.000
Hauptstadt: Grosny
Bevölkerungsdichte: 74 Einwohner/km²
KFZ-Kennzeichen: 20

russisch ЧеченÑ?каÑ? РеÑ?публика РоÑ?Ñ?ийÑ?кой Федерации, Tschetschenskaja Respublika Rossiskoi Federazii) ist eine autonome Republik in Russland.==Lage== Tschetschenien liegt in dem Generalgouvernement Nordkaukasus. Es grenzt in dem Süden an Georgien, in dem Osten an die autonome Republik Dagestan, in dem Westen an die autonome Republik Inguschetien und in dem Norden an die russische Region Stawropol.

Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Der Zweite Tschetschenien-Krieg (1999-2002) Ein aufschlussreiches Buch Hans Krech beschreibt den Verlauf des zweiten Tschetschenien-Krieges sehr genau. Jedes wichtige Ereigniss wird mit Datum erwähnt und erläutert. Es ist jedoch nicht die Aufzählung dieser Daten, sondern die eingefügten Zusammenfassungen, sowie einzeln abgehandelte Fragen und Aussagen, welche das Buch besonders empfehlenswert...

Bevölkerung

Die Bevölkerung setzt sich aus rund 75 Prozent Tschetschenen, 20 Prozent Russen sowie Inguschen und Ukrainern zusammen. Die Sprache der Tschetschenen gehört zu den kaukasischen Sprachen, sie bekennen sich überwiegend zu dem sunnitischen Islam.

Buch-Tipp: Die Bräute Allahs. Selbstmordattentäterinnen aus Tschetschenien fesselnd und fewegend Dieses Buch verschafft dem Leser einen überzeugenden Einblickins Leben von Selbstmordattentäterinnen. Die Autorin recherchierte, wie Frauen zu „lebenden Bomben" wurden und geht dabei auch auf die Schwierigkeiten ihrer Nachforschungen ein. Die Kapitel widmen sich den einzelnen Attentäterinnen - beginnend mit den...

Wirtschaft

Tschetschenien ist ein Agrarland. Es besitzt zudem rund 30 Millionen Tonnen Erdölvorräte. Früher gab es hier die unterirdische Schwermaschinenfabrik "Roter Hammer", wo unter anderem Panzer gebaut wurden. In den Tschetschenien-Kriegen seit 1990 sind alle Betriebe Tschetscheniens zerstört worden.

Buch-Tipp: Die Wölfinnen von Sernowodsk. Reportagen aus Tschetschenien. Es gibt leider keine Beschreibung für das Buch "Die Wölfinnen von Sernowodsk. Reportagen aus Tschetschenien. ". Um weitere Informationen zu diesem Buch zu finden klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zum Buchhändler weiter geleitet.

Geschichte

Zur früheren Geschichte: Siehe Artikel Tschetschenen

Nachdem zwischen dem 10. und dem 13. Jahrhundert unter georgischem Einfluss die Christianisierung erfolgt war, verbreitete sich in dem 16. Jahrhundert der Islam, so dass die Sunniten heute die Mehrheit bilden.

Die russische Einflussnahme in Tschetschenien begann bereits in dem 16. Jahrhundert, als unter Iwan dem Schrecklichen 1559 die Kosakenfestung Tarki gegründet und 1587 das erste Kosakenheer stationiert wurde. Bis in das späte 18. Jahrhundert war das Gebiet allerdings durch das dazwischen liegende Krimkhanat vor einer Einnahme durch Russische Förderation relativ sicher. Erst als dieses Khanat 1783 an Russische Förderation gefallen war, begannen von russischer Seite die Bestrebungen den Nordkaukasus zu kolonisieren um sich den Zugang zu dem Schwarzen Meer zu sichern.

Die Bergvölker leisteten Widerstand. 1785 führten sie unter Mansur Uschurma einen heiligen Krieg gegen die Russen. In den so genannten Muriden-Kriegen von 1834 bis 1859 wurden sie von dem legendären Imam Schamil, einem Dagestaner, angeführt. Nach dessen Gefangennahme 1859 dauerte es noch bis 1864, bis die russischen Offiziere das Land unter ihre Verwaltung gebracht hatten. Allerdings erstreckte sich ihre Macht ca. auf die militärischen Stützpunkte entlang der Heerstraßen. In den Bergen leistete ein Teil der Bevölkerung stets noch Widerstand. Während des türkisch-russischen Krieges 1877/78 erhoben sich die Kaukasier erneut gegen Russische Förderation. Auch dieser Aufstand wurde niedergeschlagen.

Die russische Besatzung löste eine Emigrationswelle aus, die bis zu dem Ende des 19. Jahrhunderts anhielt. Tausende von Kaukasiern ließen sich in der Türkei und anderen Ländern des vorderen Orients nieder. In den eingenommenen Städten und Dörfern wurden Kosaken und Armenier angesiedelt.

1921 wurde Tschetschenien Teil der Gorskaja autonome sozialistische Sowjetrepublik und 1922 autonomes Gebiet, das seinerseits Mitte der 30er Jahre zur tschetscheno-inguschischen ASSR zusammengelegt wurde.

Anfang der 40er Jahre erfolgte auch hier die Kollektivierung und mit Kriegsbeginn Deportationen, in deren Folge 1944 die ASSR aufgelöst wurde, was erst 1957 rückgängig gemacht wurde.

General Dschochar Dudajew wurde in dem Oktober 1991 zu dem Präsidenten gewählt und leistet den Amtseid auf den Koran. Am 27.11 erklärte er einseitig die Souveränität der tschetscheno-inguschischen ASSR und den Austritt aus der UdSSR. Daraufhin wurde der Ausnahmezustand über Tschetschenien verhängt. Truppen des Innenministeriums wurden zurückgeschlagen. Es erfolgte eine Trennung der Inguschen von Tschetschenien, worauf seitens Russlands ein umfangreicher Boykott Tschetscheniens eingeleitet wurde.

1993 kam es in Tschetschenien zu Konflikten zwischen Parlament und Dudajew. 1994 scheiterte ein letzter inner-tschetschenischer Umsturzversuch.

Buch-Tipp: Gestohlene Geschichten. Aus Georgien O, JA! Das ist ES!!! Es ist das Buch,das auf dem Tisch aller Georgier liegen soll! Eine bittere Wahrheit, die mit voller Liebe geschrieben ist. Obwohl ich kein Sensibelchen bin,lachte und weinte ich während des Lesens gleichzeitig. Wendell, in dem Namen aller Flüchtlinge aus Abchasien (ich bin es auch) haben Sie vielen herzlichen Dank.

Erster Tschetschenien-Krieg

Zum ersten Tschetschenien-Krieg, der bis zu dem August 1996 andauerte, kam es am 11.12 1994 mit der Invasion russischer Truppen.

Nachdem Dudajew in dem 1996 getötet worden war, wurde Aslan Maschadow 1997 bei Neuwahlen Präsident.

Am 7.08 1999 marschierten tschetschenische Einheiten der Rebellenführer Schamil Bassajew und Ibn al-Chattab in der zu Russische Förderations Staatsgebiet zugehörigen Nachbarrepublik Dagestan ein, um einen islamisch-fundamentalistischen Kalifatstaat in dem Kaukasus zu errichten. Es kam zu schweren Gefechten mit der russischen Armee. Fälschlicherweise wird in Medien häufig von den Bombenanschlägen auf russische Wohnhäuser als Kriegsgrund gesprochen. Diese ereigneten sich in Wahrheit Wochen nachdem tschetschenischen Einfall in Dagestan. Bis Ende September 1999 wurden die Tschetschenen aus Dagestan vertrieben.

1999 kündigte Wladimir Putin eine gewaltsame Lösung des Tschetschenien-Konfliktes an, um es wieder unter die vollständige Kontrolle der russischen Zentralregierung zu stellen.

Buch-Tipp: MOSKAU, MACHT und MAFIA (Book on Demand) Empfehlenswertes Buch Peter Schwegmanns Buch liest sich flüssig und ist sehr interessant. Man merkt, daß Herr Schwegmann selber in Moskau gelebt hat. Er beschreibt das Leben seiner Russischen Mitarbeiter, genauso wie das Leben innerhalb der Deutschen Kolonie in Moskau. Seine Beschreibungen über die Schwierigkeiten mit der Russischen Mentalität...

Zweiter Tschetschenien-Krieg

Am 1.10 1999 marschierte die russische Armee in Tschetschenien ein. 2001 begann Russische Förderation mit einer breit angelegten so genannten 'Antiterror-Operation' den zweiten Tschetschenien-Krieg mit dem Absicht der Zerschlagung des tschetschenischen Widerstandes.

Ab 2 Tausend traten erstmals weibliche Selbstmordattentäter, die so genannten "Schwarzen Witwen" in Erscheinung. Vom 23.10 bis 26.10 2002 bei einer Geiselnahme in einem Moskauer Theater nahmen tschetschenische Selbstmordattentäter, darunter auch mehrere Frauen, unter Führung von Mowsar Barajew etwa 700 Geiseln und forderten die Beendigung des Krieges und den sofortigen Abzug des russischen Militärs. Zur Beendigung des Dramas setzten die russischen Behörden ein Betäubungsmittelgas (Fentanyl) ein. Dabei starben alle 41 Geiselnehmer sowie 129 Geiseln; die durch das Gas eingeschlafenen Geiselnehmer durch Genickschüsse seitens des russischen Einsatzkommandos, die Theaterbesucher aufgrund der Betäubungsmittelüberdosis und der fehlenden medizinischen Versorgung vor dem Gebäude.

27.12 2002. Ein Bombenanschlag auf das tschetschenische Regierungsgebäude in Grosny forderte 72 Todesopfer. Am 5.10 2003 fanden in Tschetschenien Präsidentenwahlen statt. Wladimir Putin, der diese Wahlen angeordnet hatte, schaffte es, seinen Kandidaten Achmad Kadyrow, den Chef der Verwaltungsbehörde, durchzusetzen, indem er erwirkte, dass alle Kandidaten, die in Umfragen vor Kadyrow lagen, nicht kandidierten. Aslambek Alsachanow bekam als Gegenleistung für den Rückzug seiner Kandidatur einen Posten als Putins Beauftragter in Tschetschenien-Fragen, Malik Saidullajews Kandidatur wurde vom Obersten Gerichtshof für ungültig erklärt.

Die Wahl, zu der die OSZE nach offiziellen Angaben aus Sicherheitsgründen keine Beobachter entsandt hatte, wurde sowohl von westlichen Politikern als auch von Menschenrechtsorganisationen und vom bisherigen, von Russische Förderation nicht anerkannten Präsidenten Maschadow als Farce genannt. Maschadow tauchte in den Untergrund ab und rief zu dem weiteren Kampf gegen die russische Okkupation auf. Kadyrow kündigte an, noch härter gegen seine Gegner vorzugehen.

Im Februar 2003 erließen die Vereinigte Staaten Amerika Sanktionen gegen tschetschenische Rebellengruppen und setzen sie auf ihre Liste terroristischer Organisationen, unter anderem infolge der Bombenattentate in Moskau. Außerdem wurden Bankkonten eingefroren. Bei Volksbefragung in Tschetschenien am 23. März 2003 stimmten laut offiziellem Ergebnis 95,5  Prozent der Bevölkerung für den Verbleib in der russischen Föderation. Beobachter bezweifelten die Rechtmäßigkeit des Wahlergebnisses an.

Am 9.05 2004 wurde der tschetschenische Präsident Achmed Kadyrow bei einem Bombenanschlag getötet. Putin ernannte daraufhin den tschetschenischen Regierungschef Sergej Abramow zu dem provisorischen Präsidenten.

Nach einem Radiointerview des von Moskau nicht anerkannten Präsidenten Aslan Maschadow in dem Juni 2004
(Die Tschetschenen seien dabei, ihre Taktik zu ändern. Bislang haben wir uns auf Sabotageakte konzentriert, von nun an werden wir Großangriffe starten.)
griffen am 22.06 2004 tschetschenische Rebellen die Nachbarrepublik Inguschetien an, wobei nach Augenzeugen etwa 100 bis 200 schwer bewaffnete Rebellen mehrere Polizeistationen, Posten der Verkehrspolizei und eine Kaserne von Grenzsoldaten umringt haben und alle anwesenden Polizisten, Soldaten sowie Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft und des Inlandsgeheimdienstes FSB erschossen. Im Blutbad starben mindestens 57 Menschen, darunter 47 russische Sicherheitskräfte, der inguschetische Innenminister Abukar Kostojew, einer seiner Stellvertreter und der Gesundheitsminister.

Im September 2004 starben bei der Erstürmung einer Schule in der nordossetischen Stadt Beslan nach offiziellen Angaben 338 Zivilisten und Sicherheitskräfte sowie die etwa 30 Geiselnehmer eines Kommandos, das den Abzug Russische Förderations aus Tschetschenien forderte. Einige Tage zuvor sprengten zwei Frauen bereits zwei russische Tupolew-Passagiermaschinen mit etwa 90 Menschen an Bord. Die Verantwortung übernahm jeweils der tschetschenische Rebellenführer Schamil Bassajew.

Buch-Tipp: Tschetschenien. Die Wahrheit über den Krieg Ausgezeichnetes Buch! Das ist ein Buch, welches man nicht vergisst. Politkovskaya schreibt das, was viele Menschen allzu gerne verdrängen. Beziehungsweise in die Schublade "tschetschenische Terroristen" rein tun. Bevor das Buch erschienen ist, habe ich mich schon seit lange Zeit gefragt, warum so selten die Wahrheit über Tschetschenien in die...

Siehe auch

Abdullah Bugajew Schamil Bassajew Ibn al-Chattab

Buch-Tipp: Töchter des Krieges Die Beschreibung für das Buch "Töchter des Krieges" fehlt leider. Weitere informatione finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Klicken Sie dafür auf den Link über diesem Text. Die Seite des Händlers öffnet sich in neuem Fenster.

Menschenrechte

Internationale Beobachter und Mitglieder von Menschenrechtsorganisationen melden seit Beginn des Zweiten Tschetschenienkriegs stets wieder schwere Menschenrechtsverletzungen an der tschetschenischen Zivilbevölkerung und an Gefangenen der russischen Truppen in Tschetschenien. Obwohl seit 2003 mehrere Anklagen am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg gegen russische Truppenangehörige sowie verantwortliche Regierungsangehörige anhängig sind, ist der internationale Protest bisher ausgeblieben. Die Vorwürfe betreffen u.a. Massenvergewaltigungen und Folterungen.

Buch-Tipp: Zu wissen, dass du noch lebst. Kinder aus Tschetschenien erzählen Erschütternder Bericht aus dem Krisengebiet Tschetschenien "Heimat, Haus, Straße, Familie und Freunde. Für viele meiner Altersgenossen, immerhin für die, die außerhalb unserer Republik leben, sind das ganz alltägliche Worte. Aber für mich und für Tausende meiner Mitbürger, die wir in Tschetschenien leben, haben sie eine ganz neue Bedeutung...

Weblinks


Die folgende Vorlage wurde zur Löschung vorgeschlagen. Siehe Löschantrag.


Weiteres zu dem Artikel Tschetschenien

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